*** Hier ein paar ausgewählte Leseproben für besonders Gespannte - Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinungen dazu und zum Buch insgesamt ***
|
|||
|
Leseproben Artikel Forum Forschungsberichte |
Kapitel 1: Dieses Buch wurde für Dich geschrieben. Wenn Du einfach nur Frau sein möchtest. Wenn Du Dir eine beschwerdefreie, freudvolle Schwangerschaft wünschst. Wenn Du Dir eine natürliche, schöne Geburt wünschst. Wenn Du Dir gesunde Kinder wünschst. Was hat mich zum Schreiben dieses Buches motiviert?
Ich bin selbst Mutter dreier Söhne. Meine drei Kinder wurden zu Hause geboren, in Anwesenheit des Vaters und einer liebevollen Hebamme, die mit uns den Weg der Nicht-Einmischung gegangen ist. Das waren drei wundervolle, überwältigende Erlebnisse. Manche Bekannte fragten mich ungläubig, ob ich wirklich freiwillig die Geburten ohne Schmerzmittel vollbracht habe. Ja, habe ich. Nein, ich bin nicht masochistisch veranlagt. Ich antwortete stets, dass die Schmerzen einer Geburt das Leben bejahen. Gebären heißt für mich, mein Frausein dankbar und vertrauensvoll anzunehmen. Zu beschreiben, welche Fragen und Erkenntnisse darin enthalten sind, hat ein ganzes Buch gefüllt. Nein, ich möchte Dich nicht mit meiner Lebensgeschichte langweilen. Der erste Satz ist ernst gemeint. Dieses Buch wurde für Dich geschrieben. Sehr viele Frauen sind betroffen von gesundheitlichen Problemen wie einer drohenden Operation oder Fruchtbarkeitsstörungen. Andere tragen seelisches Leid beispielsweise aufgrund eines sexuellen Missbrauchs in sich. All jenen möchte ich sagen: Du bist nicht allein! Du hast die Kraft und die Chance, Dein Leben gesund, selbstbestimmt und glücklich zu leben. Ein paar Stationen meines Weges möchte ich kurz benennen. Ich habe nicht nur erbauliche Erfahrungen als Frau gemacht, sondern auch leidvolle. Unter anderem habe ich als junges Mädchen von 17 Jahren einen sexuellen Missbrauch überlebt. Mit Anfang 20 verlor ich zwei Babys nacheinander. Das geschah zu einer Zeit, da meine damalige Frauenärztin mir von wiederholten schlechten PAP-Werten berichtete, deren Ursache sie nicht benennen konnte. Es endete in einer Diagnose für Gebärmutterhalskrebs sowie einer Überweisung für eine Operation. Dieser Überweisung habe ich nicht Folge geleistet. Was da angeraten wird, nenne ich Organverstümmelung, aber nicht Heilung. Doch dazu kommen wir später. Es war mein Vater, der vor 15 Jahren selbst an Prostatakrebs litt. Er hatte seinerseits die Chemotherapie abgelehnt und stattdessen die Umstellung auf Rohkost inklusive mehrerer Fastenzeiten vollzogen. Aufgrund meiner anfänglichen großen Skepsis handelten mein Vater und ich eine dreimonatige Testphase für mich aus. „Versuch es wenigstens und diskutiere nicht endlos! Schaff Stickstoff raus aus deinem Körper und Sauerstoff rein, und wenn es dir nach drei Monaten Rohkost nicht merklich besser geht, kannst du immer noch weitermachen wie du willst.“ Ich fastete: anfänglich zwei Wochen nur mit Heilerde und Colon-Hydro-Therapie, dann weiter mit Säften. Zusätzlich gab ich Pille und Rauchen auf. Der Weg, der seitdem für mich begann, schließt ein intensives Studium von Ernährung, Heilung chronischer Krankheiten und Gesunderhaltung, sozialen Rollen und Mustern, Bewegung und nicht zuletzt einem praktischen, unverklärten Frau-Sein ein. Frau-Sein sollte nicht mystifiziert noch politisiert noch banalisiert werden, sondern einfach das sein, was es ist – die Frau ist eine wichtige Hälfte unserer Art, die die Funktion des Austragens der Nachkommen erfüllt. Die andere wichtige Hälfte ist der Mann. Die Änderung meines Lebensweges hatte Erfolg: Meine Söhne sind gesunde Jungs. Schwangerschaften, Geburten und Stillzeiten verliefen komplikationsfrei. Ich kenne heute keine gynäkologischen Probleme mehr. Unsere Vorstellungen von Geburt und Geburtshilfe sind eher die grausiger Barbaren, doch nicht die einer Hochkultur. Wir lernen, dass die moderne Medizin und der Fortschritt der Forschung zu unserem Besten sind. Dazu gehören selbstverständlich auch Vorsorgeuntersuchungen und die Behandlung gynäkologischer Probleme, die Betreuung von Schwangeren, die Verschreibung von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten bis zur technisch unterstützten Entbindung in einer Klinik. Es erfüllt mich mit unglaublicher Wut, wie Frauen durch diese allgemein akzeptierten Meinungen von ihren Körpern und ihrer Intuition entfremdet werden, wie uns unser natürliches Verhalten aberzogen wird. Entfremdet von jeglicher natürlichen Erfahrung von Gesundheit, Krankheit und Tod, sind wir dem Irrglauben verfallen, der Mensch sei jederzeit vollständig reparabel, und deshalb brauche nicht man selbst auf seine Gesundheit zu achten, sondern müsse einfach nur den nächsten Arzt befragen. Ich versuche mit diesem Buch an ein anderes Bewusstsein von Weiblichkeit zu erinnern. Ich weigere mich, bestimmte Beschwerden als normal hinzunehmen, nur weil sie so häufig sind. Sobald wir es wagen, über den vertrauten Tellerrand hinauszublicken, erkennen wir, dass die Natur einen reichen Schatz an Wissen über Weiblichkeit, Schwangerschaft, Geburt und Verhütung bereithält. Sobald wir es wagen, nicht mehr alles Natürliche als befremdlich, unkomfortabel, unzivilisiert, unzulänglich oder gar gefährlich zu betrachten, sondern der Natur für das Geschenk unseres eigenen Lebens dankbar zu sein und ihr deshalb zu vertrauen, werden wir gesund und erhalten die Chance auf gesunde Nachkommen. Das Wort natura bedeutet im Lateinischen gleichermaßen Natur und Geburt. Eine natürlich lebende Frau ist demnach eine fruchtbare Frau. Du bist mit allem ausgestattet, was Du benötigst, um schwanger zu werden, ein Kind reifen zu lassen, zu gebären und anfangs zu nähren. Du glaubst nicht, dass das so einfach ist? Doch, genau so einfach ist das. Wir können uns kulturell und technisch immer weiter entwickeln, im Ursprung steht doch die Natur. Die biologischen Funktionen rund um die Fortpflanzung sind so existenziell, dass wir sie eben einfach können. Wir brauchen sie nicht zu lernen. Eine Schwangerschaft und eine Geburt sind keine Krankheiten und auch keine gesundheitliche Bedrohung, weder für Dich noch für Dein Baby. Lass Dir deshalb von niemandem(!) unnötige Sorgenfalten bereiten und Ängste einreden! Du bist die Trägerin des Lebens! Wenn Du Deine Kinder eigenverantwortlich großziehen möchtest, dann trau Dich. Übernimm die Verantwortung vom ersten Tag der Schwangerschaft an. Dafür brauchst Du keinen Frauen- und keinen Kinderarzt, brauchst weder Apparate noch Medikamente. Weder als Schwangere noch als Gebärende bist Du eine Patientin, sondern zunächst eine gesunde Frau. Die Geburt der Kinder ist eine Angelegenheit der Frau und des jeweiligen Kindes. Als Frau solltest Du nicht entbunden werden, sondern gebären. Eine schöne, beschwerdefreie Schwangerschaft und eine natürliche Geburt weihen Dich in die Geheimnisse des Lebens ein, wenn Du nur bereit bist, aktive Lebensspenderin zu sein. Und deshalb traue der Natur und ihren Geschenken an Dich! Wünsche Dir eine beschwerdefreie, freudvolle Schwangerschaft! Wünsche Dir eine natürliche, schöne Geburt! Wünsche Dir gesunde Kinder! Ohne wenn und aber!
Während der Wehen ist nur Dein archaisches Gehirn tätig. Dabei handelt es sich um die stammesgeschichtlich ältesten Hirnstrukturen, die als endokrines System arbeiten. Mögliche hemmende Einflüsse gehen immer von dem jüngeren Hirnteil aus, der bei uns Menschen so hoch entwickelt ist, dem Neokortex (Großhirnrinde). Diejenigen, die bereits einer natürlichen Geburt ohne medikamentöse Beeinflussung beigewohnt bzw. diese selbst erlebt haben, wissen, dass es einen Moment während der Eröffnungsphase gibt, in dem die Frau den Bewusstseinszustand wechselt. Du kapselst Dich dann total von der aktuellen Umgebung ab und ziehst Dich in Deine eigene Wahrnehmungswelt zurück. Mein Mann erzählte mir nach der Geburt unseres ersten Sohnes, ich hätte mich teilweise nahezu animalisch benommen, doch das sei ihm ganz normal vorgekommen. Es wäre fatal für Deinen weiteren Geburtsverlauf, Dich jetzt rational anzusprechen und Dein Bewusstsein wieder mit sachlichen Fragen zu beschäftigen. Viele Frauen gehen von selbst in den Vierfüßlerstand. Das bewirkt zweierlei: Es vermeidet eine Notsituation für Dein Baby, da eine optimale Blutversorgung gewährleistet bleibt gegenüber der beklemmenden Rückenlage, bei der wichtige Blutgefäße in der Nähe der Wirbelsäule gedrückt werden. Der Vierfüßlerstand ist außerdem eine Voraussetzung für die Drosselung der bewussten Aktivität Deines Hirns und für die vermehrte Ausschüttung der Hormone. Es ist mehr als nur ein Symbol, dass Du als gebärende Frau die aufrechte menschliche Haltung vorübergehend aufgibst. In diesem Punkt ist Gebären ein bisschen wie Sex. Beim Sex ist es auch nicht gut, wenn Du nebenbei an Termine und Alltagserledigungen denkst, sondern wenn Dein Hirn einfach mal schweigt. Die Ausschüttung der gleichen Hormone (Oxytozin, Endorphine) weist auf die gemeinsamen Aspekte von Orgasmen, Gebären und Stillen als Bezugsmomente der Liebe hin. Allerdings: Wenn Du stillst, ist Dein Prolaktinspiegel hoch. Dieser sorgt dafür, dass Deine Lust auf Sex gesenkt wird. Du bist jetzt mit einem Säugling besetzt, eine erneute Paarung soll ein bisschen warten. |
Die Geburtsphasen - Ein verlässliches Programm der Natur (pdf 230 KB)
Ultraschalluntersuchungen. Verwechslung von Verantwortung und Egoismus (pdf 92 KB)
|
|